Aktuelles



21.09.2008:
WEBMATION auf der SPS/IPC/DRIVES
Vorstellung der Projektergebnisse vom 25. bis 27. November auf der SPS/IPC/DRIVES in Nürnberg

20.02.2008:
Projektergebnisse
Vorstellung der Projektergebnisse am 20. Februar 2008

19.02.2008:
Knowlegde-Map online
Interaktive Datenbank-Applikation zur vergleichenden Bewertung von Web-Technologien

08.11.2007:
Projekttreffen am Campus Gummersbach
8. November 2007

02.08.2007:
Technologiefarm online
Musterimplementierungen mittels unterschiedlicher Web-Technologien realisiert

12.09.2006:
ZVEI Technisches Forum: Einsatz von Web-Technologien in der Automatisierung
Vorstellung des ZVEI-Leitfadens zum Einsatz von Web-Technologien

21.04.2006:
Vorstellung WEBMATION
Vorstellung des Forschungsprojektes am 27.04.06 auf der HMI2006

07.04.2006:
Start für WEBMATION
Forschungsprojekt WEBMATION mit führenden Unternehmen der Automatisierungsbranche gestartet

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WEBMATION - WEB in autoMATION

Die Ergebnisse des Forschungsprojektes WEBMATION

Der Einsatz von Web-Technologien in der Automation wird derzeit vielfältig in der Branche diskutiert. Aus diesem Grund hat sich der ZVEI-Arbeitskreis Systemaspekte im Fachverband Automation dieses Themas angenommen und gemeinsam mit der FH Köln und der TU Dresden Möglichkeiten und Grenzen von Web-Technologien in der Fertigungs- und Prozessautomation herausgearbeitet. Diese wurden im Forschungsprojekt „Webmation“ (Web in Auto mation) anhand konkreter Einsatzszenarien untersucht. Die Ergebnisse wurden im Februar 2008 auf dem Webmation-Industrieforum der breiten Öffentlichkeit vorgestellt.


Chancen und Nutzen
Internet- und Webtechnologien kommen zunehmend in der Automatisierungstechnik zum Einsatz. Auf Basis der TCP/IP-Protokollfamilie werden Protokolle und Standards, wie HTTP und XML, verwendet, um industrielle Netzwerkkomponenten oder Automatisierungsgeräte mit Zusatzfunktionen auszustatten. Dahinter steckt die Idee, erfolgreiche Technologien aus der IT-Welt auch für die Fabrik-Welt nutzbar zu machen. Derartig durchgängige Infrastrukturen ermöglichen es, Web-Technologien in vielfältiger Weise für Automatisierungszwecke einzusetzen.
Was den Einsatz von Web-Technologien in der Automatisierungstechnik anbelangt ist der ZVEI-Fachverband Automation überzeugt: Der Einfluss der Web-Technologien in Automatisierungsanwendungen wird ein erheblicher Erfolgs- oder Misserfolgsfaktor für die deutsche Automatisierungsindustrie sein – abhängig davon, ob die Weichen frühzeitig in die richtige Richtung gestellt werden. „Für viele Hersteller aber auch Betreiber stehen Entscheidungen an, die Systeme und Geräte nachhaltig beeinflussen werden“, so Dr.-Ing. Reinhard Hüppe, Geschäftsführer des ZVEI-Fachverbands Automation. Dabei stellt er fest, dass unrealistische Forderungen, spekulative Projektionen in die Zukunft und ein verbreitetes Halbwissen auf der einen Seite kreative Ansätze behindern und auf der anderen Seite keine realistische Abwägung der Risiken zulassen.

Das Forschungsprojekt Webmation
Das Forschungsprojekt „Webmation“ soll zur Aufklärung dienen. So wurden innerhalb des Projekts Bewertungen unterschiedlicher Web-Technologien im Bereich der Visualisierung und der Machine-to-Machine-(M2M)-Schnittstellen durchgeführt. Diese ermöglichen den Herstellern von Automatisierungsprodukten einen direkten Vergleich von einzelnen Technologieimplementierungen anhand ausgewählter Kriterien.
Webmation wurde an der FH Köln in Zusammenarbeit mit der TU Dresden und den Unternehmen ABB, Code Wrights, Harting, Phoenix Contact, Schneider Electric und Siemens durchgeführt. In diesem Rahmen ist am Institut für Automation und Industrial IT der FH Köln eine „Technologiefarm“ entstanden, an der Interessenten diese Technologien und deren Zusammenspiel per Internet erprobt werden können. Das Projekt wurde vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie (MIWFT) in Nordrhein-Westfalen gefördert.

Erkenntnisse
Es zeigt sich, dass die Vielfalt der in der Kommunikationstechnik entwickelten Web-Technologien Chancen eröffnet und die Einsatzmöglichkeiten zugleich begrenzt, so das Ergebnis des zweijährigen Forschungsprojekts. „Es gibt eine Vielzahl von Web-Technologien, die auf unterschiedlichsten Architekturen basieren, unterschiedlichste Funktionalitäten unterstützen und unterschiedlichste Anforderungen an die Systeme stellen“, stellt Prof. Dr.-Ing. Frithjof Klasen fest. Er hat mit seinem Team an der Fachhochschule Köln, Campus Gummersbach, in Zusammenarbeit mit der Industrie und dem ZVEI untersucht, welche Web-Technologien für welche Aufgaben der elektrischen Automatisierung in der Industrie einsetzbar sind.
Web-Technologien kommen demnach bereits heute bei der Inbetriebnahme, beispielsweise zur Parametrierung von Geräten zum Einsatz. Zudem werden Webtechnologien im Rahmen der Wartung und insbesondere auch im Rahmen der Fernwartung zu Diagnosezwecken genutzt. Ebenfalls am Markt befinden sich heute bereits komplette Prozessleitsysteme, die auf Basis von Web-Technologien realisiert sind. „Aus Sicht der Anwender wäre eine Vereinheitlichung der implementierten Mechanismen ebenso wünschenswert wie eine Beschreibung der jeweiligen technischen Eigenschaften, um langwierige Vergleiche der Produkte und Beschreibungen zu vermeiden,“ so Dr.-Ing. F. Klasen. Als Herausforderung stellt sich beispielsweise die Standardisierung von Anfrage-Syntax und -Semantik zur Abfrage von Prozessdaten.

Ergebnisse zum “Anfassen”Im Rahmen des Forschungsprojekts wurden ein Leitfaden für die Bewertung und Implementierung der Web-Technologien, eine Datenbank in Form einer „Knowledge-Map“, Studien zur Browser-Abhängigkeit sowie die Technologiefarm mit Musterapplikationen erarbeitet. Diese werden auf der Internet-Seite www.webmation.de der Fachhochschule Köln bereitgestellt. Bereits heute angebotene Lösungen von Harting, Phoenix Contact, Schneider Electric und Siemens ergänzen die Technologiefarm.

Fazit ZVEI
„Die erzielten Projektergebnisse sind für die Entwicklung webbasierter Automatisierungsprodukte von hohem Nutzen und bieten eine gute Grundlage, die Akzeptanz von Web-Technologien in Maschinen und Anlagen zu fördern“, ist Dr. Markus Winzenick, Geschäftsführung Fachbereich Schaltgeräte, Schaltanlagen, Industriesteuerungen im ZVEI überzeugt.

Projektpartner
Die Forschungs- und Entwicklungsarbeiten von Webmation wurden unter Leitung von Prof. Dr. Frithjof Klasen am Institut für Automation & Industrial IT der Fachhochschule Köln durchgeführt. Projektpartner sind die Firmen ABB, Siemens, Schneider Electric, Phoenix Contact und Harting sowie die TU Dresden und der ZVEI.

Projektleitung:

Prof. Dr. Frithjof Klasen
Institut für Automation & Industrial IT
Fachhochschule Köln - Campus Gummersbach
Steinmüllerallee 1
51643 Gummersbach

Telefon: 02261/8196-6322
Telefax: 02261/8196-6666
Mobil   : 0172/2026268

frithjof.klasen@fh-koeln.de

Das Projekt wird gefördert vom Ministerium für Innovation, Wissenschaft, Forschung und Technologie des Landes Nordrheinwestfalen

 

Siemens
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Schneider-Electric
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Phoenix Contact
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HARTING
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Weidmüller
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